Wählen Sie ein Instrument, das zu Ihrer Musik und Ihrem Übeplatz passt. Prüfen Sie, ob Sie bequem spielen können und welches Zubehör zum Angebot gehört.
Schlagzeug oder Percussion wählen
Für Bandmusik ist ein Drumset naheliegend. Es besteht üblicherweise aus Bassdrum, Snare, Toms und Becken. Welche Zusammenstellung sinnvoll ist, richtet sich nach dem gewünschten Klang und der Musik, die Sie spielen möchten.
Percussion umfasst viele Instrumente mit unterschiedlichen Spielweisen. Cajón, Djembe, Bongos und Congas spielen Sie mit den Händen. Shaker, Claves, Tamburin und Guiro ergänzen den Rhythmus in einer Gruppe. Wenn Sie auch Melodien spielen möchten, kommen Stabspiele infrage. Bei diesen Instrumenten schlagen Sie Klangstäbe an, zum Beispiel beim Xylophon oder Vibraphon. Jedes Instrument hat eigene Spieltechniken. Diese ersetzen nicht automatisch das Spielen am Drumset.
Wenn Sie zwischen mehreren Instrumenten schwanken, hilft eine Probestunde oder eine Beratung durch eine Lehrkraft. Wer zunächst herausfinden möchte, ob das Trommeln liegt, kann auch mit einer Snare oder Cajón beginnen, statt gleich ein vollständiges Drumset anzuschaffen.
Akustisches oder elektronisches Schlagzeug?
Ein akustisches Set liefert den Klang direkt über Felle und Becken. Sie hören unmittelbar, wie sich Anschlag und Dynamik verändern. Dafür ist es laut und braucht ausreichend Platz. Ein elektronisches Set können Sie meist mit Kopfhörern spielen. Je nach Modell bietet es verschiedene Klänge und Übungsfunktionen. Die Spielflächen, sogenannte Pads, und die Pedale machen trotzdem Geräusche, die in angrenzenden Räumen hörbar sein können.
| Kriterium | Akustisches Schlagzeug | Elektronisches Schlagzeug |
|---|---|---|
| Üben zu Hause | Laut; Rücksicht auf Mitbewohner und Nachbarn ist nötig | Kopfhörer erleichtern das Üben, Anschläge und Pedale bleiben hörbar |
| Spielgefühl | Direkte Ansprache von Fellen und Becken | Gefühl und Ansprache hängen von den Pads und dem Modell ab |
| Platz und Betrieb | Benötigt Platz, funktioniert ohne Strom | Häufig kompakter, benötigt Strom und eine Hörmöglichkeit |
| Pflege | Felle und andere Teile verschleißen; Stimmen gehört dazu | Weniger klassischer Wartungsaufwand; Ausstattung und Funktionen variieren |
Die Tabelle beschreibt allgemeine Tendenzen. Prüfen Sie beim E-Drum, wie laut die Pads und Pedale in Ihrer Wohnung zu hören sind. Ein Kopfhörer überträgt den elektronischen Klang an Sie, dämpft aber nicht automatisch die Geräusche des Spiels. Wenn Ihnen das Spielgefühl eines akustischen Sets wichtig ist, testen Sie beide Bauarten vor dem Kauf.
Größe und Sitzposition prüfen
Ein Drumset sollte sich bequem spielen lassen. Setzen Sie sich an den Aufbau und prüfen Sie, ob Sie Snare, Toms, Becken und Pedale ohne ungünstiges Strecken erreichen. Bei Kindern und kleineren Personen können Trommeln mit kleinerem Durchmesser und flacherem Korpus den Aufbau zugänglicher machen. Eine feste Größenregel nach Alter gibt es dafür nicht.
Auch die Trommelgrößen beeinflussen den Klang. Eine verbreitete kompakte Zusammenstellung hat beispielsweise Toms mit 10 und 12 Zoll Durchmesser, ein 14-Zoll-Floortom und eine 22-Zoll-Bassdrum. Größere Toms können einen volleren Klang erzeugen. Solche Zuordnungen geben eine Orientierung, legen aber kein Genre fest. Auch Spielweise und Raum beeinflussen den Klang; ebenso wirkt sich die Verstärkung darauf aus.
Planen Sie den Platz inklusive Hocker, Pedalen, Beckenständern und Bewegungsfreiheit. Ein Set muss nicht nur in den Raum passen, sondern dort auch so stehen, dass Sie bequem spielen können.
Lieferumfang des Schlagzeugs prüfen
Die Bezeichnung „Set“ sagt nicht immer, welche Teile Sie bekommen. Ein sogenanntes Shell-Pack enthält häufig vor allem Bassdrum und Toms. Snare, Becken, Ständer oder Pedale können fehlen. Ein Komplettset kann diese Teile bereits enthalten, aber auch hier lohnt sich ein Blick auf die konkrete Ausstattungsliste.
Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Snare, Becken und Hocker dazugehören. Kontrollieren Sie auch, ob Bassdrum-Pedal und Hi-Hat-Ständer enthalten sind. Bei einem elektronischen Set brauchen Sie außerdem eine Möglichkeit, den Klang zu hören. Je nach Modell sind Kopfhörer oder Lautsprecher nicht im Lieferumfang enthalten. Vergleichen Sie deshalb den Gesamtumfang und nicht nur die abgebildeten Trommeln. Aktuelle Produkte und Preise finden Sie im Katalog; entscheidend ist, welche zusätzlichen Teile Sie für den gewünschten Aufbau noch benötigen.
Percussion nach Musik und Einsatz wählen
Eine Cajón ist eine handgespielte Kistentrommel, auf der Sie beim Spielen sitzen. Sie eignet sich für einen überschaubaren Einstieg und lässt sich in vielen Musikrichtungen einsetzen. Achten Sie beim Vergleich auf Größe und Bauart, denn Modelle unterscheiden sich im Klang und in der Konstruktion.
Bongos, Congas und Djembe bieten jeweils eigene Schlagtechniken und Klangmöglichkeiten. Wenn Sie ein bestimmtes Musikgenre oder eine Percussion-Tradition interessiert, wählen Sie das Instrument danach und lassen Sie sich die passende Spieltechnik zeigen. Für rhythmische Begleitung in einer Gruppe reichen manchmal einzelne Instrumente wie Shaker, Claves oder Tamburin. Xylophon und Vibraphon passen, wenn neben Rhythmus auch melodisches Spiel wichtig ist.
Lautstärke beim Schlagzeugüben prüfen
Akustische Schlagzeuge sind laut. Elektronische Sets reduzieren den hörbaren Klang über Kopfhörer, bleiben durch Anschläge und Pedalbewegungen aber ebenfalls hörbar. Stimmen Sie den Übeplatz daher auf die Wohnsituation ab und testen Sie das Instrument möglichst dort, wo Sie später spielen.
Bei längeren oder lauten Übezeiten sollten Sie Ihr Gehör schützen. NIOSH, die US-amerikanische Behörde für Arbeitsschutz und Gesundheit, nennt 85 dBA über einen achtstündigen Arbeitstag als beruflichen Richtwert. dBA bezeichnet dabei einen nach dem menschlichen Hören gewichteten Schallpegel. Das ist keine Messung für ein bestimmtes Schlagzeug und keine Grenze, ab der jeder einzelne Schlag schädlich ist. Die tatsächliche Belastung hängt von Lautstärke und Dauer ab.