KI-generiertes Symbolbild: Gitarrist im Musikstudio

Ein Controller mit zwei Decks, also zwei Bereichen zum Steuern je eines Titels, ist für viele ein einfacher Einstieg ins Auflegen zu Hause. Mit den Reglern und Tasten bedienen Sie DJ-Software auf einem Laptop oder einem kompatiblen Mobilgerät. Zum Üben brauchen Sie außerdem Kopfhörer, um den nächsten Titel vorzuhören, und Lautsprecher oder eine andere Möglichkeit, den Mix zu hören.

Prüfen Sie vor dem Kauf, auf welchem Gerät die DJ-Software läuft und wie die Musik wiedergegeben wird. Viele Controller benötigen einen angeschlossenen Computer oder ein Mobilgerät. Ein Standalone-System spielt Musik ohne Laptop ab. So finden Sie heraus, welche Geräte zu Ihrem geplanten Aufbau passen.

Was Sie zum Üben brauchen

Für den Anfang brauchen Sie einen Controller mit zwei Decks, einen kompatiblen Laptop oder ein Mobilgerät, DJ-Software, Kopfhörer und Lautsprecher oder eine andere Möglichkeit, den Mix zu hören. Eine große Beschallungsanlage ist fürs Üben zu Hause nicht nötig. Musikdateien oder eine von der Software unterstützte Musikquelle benötigen Sie ebenfalls.

Die Bedienelemente helfen Ihnen, zwei Titel vorzubereiten und ineinander zu mischen. Mit den Jogwheels steuern Sie einen Titel oder schieben ihn an. Mit dem Pitchfader verändern Sie dessen Tempo. Der Equalizer, kurz EQ, regelt tiefe, mittlere und hohe Frequenzen. Der Crossfader blendet zwischen den beiden Decks hin und her.

Prüfen Sie, ob Sie den nächsten Titel über Kopfhörer vorhören können, während über die Lautsprecher der aktuelle Mix läuft. Diese Funktion heißt Vorhören oder Cue. Dafür braucht der Controller einen passenden Kopfhörerausgang und eine Möglichkeit, das Vorhörsignal getrennt vom Hauptsignal zu regeln. Prüfen Sie die Anschlüsse des konkreten Modells: Die Bezeichnung „DJ-Controller“ allein sagt nicht, welche Ausgänge vorhanden sind.

Laptop, Mobilgerät oder Standalone-System

Ein Controller für den Laptop steuert eine DJ-Software, die auf dem Computer läuft. Dort verwalten Sie Ihre Musik und bedienen Funktionen, die je nach Programm und Modell variieren. Das ist für viele Einsteiger praktisch: Sie können ihre Musiksammlung und die Software auf einem Gerät nutzen.

Einige Controller funktionieren auch mit Smartphone oder Tablet. Das gilt nur für bestimmte Modelle und Softwarekombinationen. AlphaTheta nennt für den DDJ-FLX2 mehrere Varianten für Computer und Mobilgeräte. Welche Funktionen verfügbar sind, hängt von der verwendeten Software ab. Prüfen Sie deshalb die Kompatibilität des konkreten Controllers mit Ihrem Gerät und Betriebssystem.

Wenn Sie ohne Computer auflegen möchten, suchen Sie gezielt nach einem Standalone-System. Je nach Modell spielen solche Geräte Musik zum Beispiel von einem USB-Speicher oder einer Speicherkarte ab. Ein Controller, der mit einem Smartphone funktioniert, ist dadurch noch kein eigenständiges System: Das Mobilgerät stellt weiterhin die Software bereit.

Software und Folgekosten prüfen

Klären Sie vor dem Kauf, welche DJ-Software das gewünschte Modell unterstützt und welche Funktionen ohne Zusatzkosten verfügbar sind. Herstellerangaben gelten jeweils für bestimmte Geräte und Softwareversionen. Eine MIDI-Verbindung überträgt Steuerbefehle vom Controller an ein Programm; sie garantiert weder die Unterstützung aller Funktionen noch eine gut abgestimmte Steuerung.

Serato DJ Lite ist laut Serato kostenlos nutzbar. Für zusätzliche Funktionen von Serato DJ Pro ist eine kostenpflichtige Lizenz oder ein Abo nötig. Bei rekordbox hängt der Zugang zu Funktionen unter anderem vom Gerät und dem gewählten Plan ab. Der DDJ-FLX4 und der DDJ-FLX2 stehen in der rekordbox-FAQ als Geräte, die den Performance-Modus freischalten. Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen, wenn Sie eine bestimmte Funktion nutzen möchten.

Der mitgelieferte Zugang zur Software schließt die kostenpflichtige Pro-Version nicht automatisch ein. Fragen Sie auch nach möglichen Upgrade-Kosten und prüfen Sie, ob die gewünschte Musikquelle mit der Software funktioniert. Nicht jede Kombination aus Controller und Programm unterstützt dieselben Streamingdienste, Musikdateien und Bibliotheken.

Den passenden DJ-Controller auswählen

Für die ersten Übergänge reichen zwei Decks in der Regel aus. Zusätzliche Decks, viele Pads und Effekte sind nur sinnvoll, wenn Sie diese Funktionen auch nutzen möchten. Legen Sie zunächst fest, ob Sie mit Laptop, Tablet oder Smartphone arbeiten wollen. Danach gleichen Sie die Kompatibilität und die Anschlüsse ab.

Diese Punkte sollten Sie vor dem Kauf klären:

  • Unterstützt die Software Ihren Computer oder Ihr Mobilgerät?
  • Ist die gewünschte Software samt Grundfunktionen im Kaufpreis enthalten?
  • Hat der Controller einen Kopfhörerausgang und getrennt regelbares Vorhören?
  • Können Sie Lautsprecher oder eine andere Abhörmöglichkeit passend anschließen?
  • Funktioniert Ihre gewünschte Musikquelle mit der Software?

Achten Sie beim Preisvergleich auf Land und Zeitpunkt. Veröffentlichte US-Dollar-Preise lassen sich nicht direkt auf deutsche Ladenpreise übertragen. Auch Händlerpreise aus älteren Beiträgen sind keine verlässliche Angabe zur heutigen Verfügbarkeit oder zum aktuellen Preis.

Erste DJ-Übergänge üben

Beginnen Sie mit zwei Titeln, deren Tempo und musikalischer Aufbau zueinander passen. Hören Sie den zweiten Titel über den Kopfhörer vor und setzen Sie seinen Einsatzpunkt, den sogenannten Cue-Punkt. Versuchen Sie dann, die Tempi anzugleichen und den Übergang mit den EQ-Reglern zu gestalten. So lernen Sie, auf den Klang zu hören, statt sich nur auf Anzeigen am Bildschirm zu verlassen.

Eine automatische Tempoanpassung kann beim Einstieg helfen. Üben Sie trotzdem, was sie erledigt: Sie bringt die Tempi zweier Titel näher zusammen, gleicht aber nicht automatisch jeden Übergang passend zum musikalischen Verlauf ab. Auch das Setzen eines Cue-Punkts und der gezielte Einsatz des EQ bleiben wichtige Grundlagen, wenn Sie später andere Geräte verwenden.

Quellen