Marleaux Bass Guitars

Bassgitarren Marleaux

Die E-Bässe von Marleaux stehen für einen besonders kraftvollen Klang. Fettiger Klang aus dem Oberharz: Gerald Marleaux fertigt E-Bässe von Weltrang. Marleaux macht es möglich. Namhafte Jazz- und Rockmusikanten auf der ganzen Welt sind dabei. Marleaux besuchte ich in seiner Werkstätte, die sich in einem ehemaligen Holzgebäude in einer ruhigen Seitenstraße in Clausthal-Zellerfeld befand.

Die Marleaux geht mit Forstleuten in den Harz und wählt die geeigneten Baumarten aus. In Marleaux wird mit Holz aus den einheimischen Waldgebieten gearbeitet, mit Eschenholz, mit Erle oder Birken.

"Mit unseren einheimischen Wäldern erzielen wir den besten Klang", erläutert Marleaux in einem Interview und bezieht sich auf die großen Italiener aus Cremona, die vor mehr als 300 Jahren nur Hölzer aus ihrer Heimat vorfanden. Der Marleaux ist sicherlich nicht einer der grössten der rund 30 Elektrobässe in Deutschland - aber er ist einer der international führenden Bässe.

"Für mich ist das kein Widerspruch", sagt Marleaux: "Es ist vielmehr ein Plus. Marleaux: "Das ist so etwas wie ein edler Strich in meiner Industrie. "Namhafte Jazz- und Rockmusikanten musizieren einen "Marleaux". Zu seinen Auftraggebern gehören viele namhafte Jazz- und Rockmusikanten, die dem Publikum aber nicht so bekannt sind.

"Dies ist das Leiden der Bassisten", sagt Marleaux ironisch: "Sie hält eine Gruppe zusammen, steht aber meistens im Hintertreff. "Beeindruckend ist die Auswahl der Musikgruppen, für die Künstler mit einem "Marleaux" spielten oder noch spielen: Miles Davis, Prince, Santana, Al di Meola, Curtis Mayfield, Ray Charles oder Alicia Keys.

Marleaux darf keine wirklich großen internationalen Persönlichkeiten nennen: Obwohl sie auch in den Konzertsälen seine Elektrobässe einsetzen, sind sie an große Produzenten wie z. B. die Firma C. H. Fender vertraut. Ist ein besonderer "Marleaux-Sound" vorhanden? "Das ist weniger ein Klang als ein besonderer Stil", sagt Marleaux und erklärt: "Es ist die Einfachheit, mit der meine Kontrabässe getauscht und wiedergegeben werden.

Er spielte auch mehrere Jahre lang E-Bass in kleinen Bändern. Die Marleaux GmbH verfügt über zehn unterschiedliche Bassmodelle, die je nach Holz, Technik oder Ausführung in mehreren hundert Variationen aufgebaut werden können. Die Marleaux GmbH begegnet ihren Gästen auf Fachmessen oder Musik-Events. Nicht nur für Künstler sondern auch für Fachhändler in zwölf verschiedenen Staaten, von Japan bis in die USA.

Ein Teil der Besucher kommt auch nach Clausthal-Zellerfeld, um sich einen Bass vor Ort anfertigen zu lassen. Für die Produktion ist es wichtig, dass die Gitarre vor Ort in der Halle gefertigt wird. Zusammen mit dem Jazz-Bassisten Jürgen Attig hat Marleaux eine neue semi-akustische Bass-Gitarre geschaffen, eine zukunftsweisende Mixtur aus Geige und E-Bass. "Zuerst war ich misstrauisch, ob das funktionieren würde", sagt Marleaux. So ist der einzig Nicht-Drummer in der Gruppe des Percussion-Stars Martin Grubinger, der gerade für Aufsehen gesorgt hat, der Bassgitarrist Heiko Jung, der das neue "Marleaux" auflegt.

Marleaux und seine vier Mitarbeiter stellen in der Fabrik nur 160 Geräte pro Jahr her. Es wird ausschliesslich auftragsbezogen gearbeitet. Marleaux bezieht den Großteil des Holzes selbst von seiner Haustüre und läßt Zubehör wie Streicher oder Elektroniken - zum Teil nach präzisen Angaben - von Spezialfirmen herstellen. Abhängig von den Wünschen oder Anforderungen des Auftraggebers werden unterschiedliche Holzarten verwendet.

Das Gitarrenhalsband hingegen besteht zumeist aus Ahornholz. Marleaux: "Wir haben die besten Erlebnisse mit dem ahornholz. Erstaunlich ist, dass das Harzklima in 600 Höhenmetern dem in den Alpen in 2000 Höhenmetern für den Bergahorn ähnelt."

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