KI-generiertes Symbolbild: Gitarrist im Musikstudio

Als erste E-Gitarre eignet sich ein Instrument, das gut in der Hand liegt und Ihnen klanglich gefällt. Hals und Mensur prägen das Spielgefühl; Tonabnehmer und Verstärker bestimmen gemeinsam den Klang.

Planen Sie auch Verstärker und Instrumentenkabel ein. Probieren Sie verschiedene Gitarren möglichst an dem Verstärker aus, den Sie später zum Üben verwenden.

Tonabnehmer und Klang

Tonabnehmer nehmen die Schwingungen der Saiten auf und leiten sie als elektrisches Signal an den Verstärker weiter. Die Bauart beeinflusst den Klang und wie stark störendes Brummen zu hören ist.

Single-Coils klingen häufig klar und höhenreich, können aber stärker brummen. Humbucker haben zwei Spulen, die störendes Brummen reduzieren. Ihr Klang wirkt oft kräftiger und voller. Das sind Tendenzen, keine festen Klangregeln: Auch der Verstärker, seine Einstellungen und die Position des Tonabnehmers wirken mit.

Ein Tonabnehmer nahe der Brücke klingt meist heller und bissiger. Einer näher am Hals klingt oft runder, mit mehr Mitten und Bässen. Mit einem Schalter an der Gitarre wählen Sie einen Tonabnehmer oder eine Kombination aus. Wenn Sie mehrere Klangrichtungen ausprobieren möchten, kommt auch eine Mischbestückung wie HSS infrage: Sie verbindet zwei Single-Coils mit einem Humbucker. Entscheidend ist, welche Klänge Ihnen beim Anspielen gefallen.

Hals und Mensur

Das Halsprofil beschreibt die Form des Halses, die Sie beim Greifen in der Hand spüren. Zusammen mit der Halsbreite beeinflusst es, wie bequem Sie die Saiten greifen und mit den Fingern über das Griffbrett kommen. Schmalere oder flachere Hälse fühlen sich für manche Menschen mit kleineren Händen angenehmer an; kräftigere Profile passen anderen besser. Die Handgröße allein sagt jedoch nicht sicher voraus, welcher Hals Ihnen liegt.

Die Mensur ist die schwingende Saitenlänge zwischen Sattel und Brücke. Eine kürzere Mensur geht in der Regel mit geringerer Saitenspannung und engeren Bundabständen einher. Das kann das Greifen erleichtern und auch Bendings: Dabei ziehen Sie eine Saite seitlich, um den Ton höher zu machen. Eine längere Mensur fühlt sich oft straffer an und lässt zwischen den Bünden mehr Platz. Keine Länge ist für alle Anfänger die richtige Wahl. Halten Sie mehrere Gitarren in der Hand und testen Sie, bei welcher Sie Akkorde und einzelne Töne am entspanntesten greifen.

Spielgefühl der E-Gitarre prüfen

Spielen Sie beim Ausprobieren ein paar einfache Akkorde und einzelne Töne auf verschiedenen Saiten. Wechseln Sie dabei zwischen den Bünden und prüfen Sie, ob Sie den Hals erreichen, ohne die Hand zu verkrampfen. Halten Sie die Gitarre sowohl im Sitzen als auch mit Gurt im Stehen. Gewicht und Korpusform fallen besonders auf, wenn Sie länger spielen.

Achten Sie auch auf die Saitenlage, also den Abstand zwischen Saiten und Griffbrett. Liegen die Saiten zu hoch, brauchen Sie beim Greifen mehr Kraft. Liegen sie zu niedrig, können sie beim Spielen schnarren. Die Saitenlage lässt sich einstellen; auch die Tonhöhe einzelner Töne entlang des Halses kann eine Fachperson bei Bedarf anpassen. Ein unangenehmes Spielgefühl bedeutet deshalb nicht automatisch, dass das ganze Modell ungeeignet ist. Lassen Sie die Gitarre prüfen, bevor Sie sie allein deswegen aussortieren.

Den Verstärker mitplanen

Der Verstärker macht das elektrische Signal der Gitarre hörbar und verändert den Klang. Verbinden Sie ihn mit der Gitarre über ein Instrumentenkabel, das in die Ausgangsbuchse am Korpus gesteckt wird. Sie können auch ohne Verstärker üben. Den Klang der Tonabnehmer hören Sie aber erst über einen Verstärker richtig.

Hersteller nennen 10 bis 15 Watt als Orientierung fürs Üben zu Hause, doch je nach Wohnsituation oder bei einer Bandprobe mit lauten Schlagzeugen gilt dieser Richtwert nicht automatisch. Vergleichen Sie Gitarren möglichst über denselben Verstärker, damit Sie den Unterschied zwischen den Instrumenten besser beurteilen können. Wenn Sie bereits einen Verstärker besitzen, nehmen Sie ihn zum Vergleich oder spielen Sie die Gitarren über ein ähnliches Modell an.

Budget für E-Gitarre und Zubehör planen

Legen Sie zuerst fest, wie viel Sie für die gesamte Ausrüstung zum Start ausgeben möchten. Neben der Gitarre brauchen Sie mindestens einen Verstärker und ein Kabel. Ein Gurt, ein Stimmgerät, Plektren und eine Tasche sind ebenfalls sinnvolle Anschaffungen. Bei einem Einsteigerset lohnt sich ein Blick darauf, welches Zubehör enthalten ist und ob Sie es tatsächlich brauchen.

Verteilen Sie das Budget so, dass sowohl die Gitarre als auch der Verstärker zu Ihren Bedürfnissen passen. Eine Gitarre, die sich gut greifen lässt, hilft wenig, wenn der Verstärker für das geplante Üben nicht passt. Umgekehrt bringt ein umfangreiches Zubehörpaket keinen Vorteil, wenn Sie mit Hals, Gewicht oder Klang des Instruments unzufrieden sind. Vergleichen Sie daher komplette Kombinationen statt nur die Preise einzelner Gitarren.

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