
Welche Gitarre für den Einstieg passt, hängt davon ab, welche Musik du spielen möchtest und ob sie gut in deiner Hand liegt. Konzertgitarren haben Nylonsaiten und klingen meist weich und rund. Westerngitarren haben Stahlsaiten und klingen oft heller und kräftiger.
Nylonsaiten fühlen sich an den Fingerspitzen häufig sanfter an. Der breitere Hals einer Konzertgitarre kann bestimmte Akkorde jedoch erschweren. Wähle zuerst nach dem Klang und probiere dann beide Gitarrentypen aus.
Klang und Musikstile
Die Konzertgitarre eignet sich besonders für klassische Musik, Flamenco und lateinamerikanische Stile. Ihr Klang wirkt häufig warm, rund und weniger laut. Auch Pop und Jazz lassen sich auf ihr spielen.
Eine Westerngitarre hat meist einen helleren, brillanteren Klang und setzt sich beim Anschlagen stärker durch. Sie passt deshalb oft gut zu Folk, Country, Blues, Rock und Pop. Fingerstyle, bei dem einzelne Saiten gezupft werden, funktioniert ebenfalls auf beiden Gitarrentypen.
Die Zuordnungen geben dir eine grobe Orientierung. Ein Musikstil ist nicht auf eine bestimmte Gitarre beschränkt. Wenn du bereits konkrete Lieder im Kopf hast, hör dir an, auf welchem Instrument der Klang diesen Liedern näherkommt.
Saiten und Greifgefühl
Konzertgitarren haben Nylonsaiten für die hohen Töne. Die drei tiefen Saiten bestehen üblicherweise aus einem Metallkern mit einer dünnen Umwicklung. Westerngitarren haben Stahlsaiten. Weil Stahlsaiten stärker gespannt sind, musst du beim Greifen meist fester drücken. Das belastet die Fingerkuppen am Anfang stärker.
Nylon fühlt sich deshalb für viele Einsteiger zunächst angenehmer an. Wie leicht sich eine Gitarre greifen lässt, hängt aber auch davon ab, wie hoch die Saiten über dem Griffbrett liegen. Diese Höhe heißt Saitenlage. Liegen die Saiten ungünstig hoch, braucht es mehr Kraft, egal welcher Gitarrentyp vor dir steht. Lass die Saitenlage prüfen, wenn sich das Instrument schwer spielen lässt.
Halsbreite und Handhaltung
Der Hals einer Konzertgitarre ist häufig breiter als der einer Westerngitarre. Bei Yamaha-Modellen beträgt die Halsbreite am Sattel zum Beispiel 52 Millimeter bei einer Konzertgitarre und 43 Millimeter bei einer Akustikgitarre mit Stahlsaiten. Andere Modelle können davon abweichen.
Mehr Abstand zwischen den Saiten gibt den Fingern beim Zupfen einzelner Töne Platz. Zugleich muss deine Greifhand größere Abstände zwischen den Fingern überbrücken. Der schmalere Hals einer Westerngitarre erleichtert manchen das Umgreifen und bestimmte Akkordgriffe. Welche Breite besser passt, hängt von deiner Hand und deiner Spielweise ab. Probiere daher auf beiden Instrumenten dieselben einfachen Akkorde aus.
Welche Gitarre passt zu Anfängern?
Eine Konzertgitarre passt eher, wenn du den weichen Klang bevorzugst, klassische oder spanische Musik spielen möchtest oder beim Greifen Wert auf ein sanfteres Saitengefühl legst. Teste dabei besonders, ob du mit der Halsbreite gut zurechtkommst.
Eine Westerngitarre passt eher zu dir, wenn du vor allem Songs aus Pop, Rock, Folk, Blues oder Country begleiten möchtest und den helleren Klang suchst. Rechne damit, dass die Stahlsaiten anfangs mehr Druck auf die Fingerkuppen ausüben können. Eine gut eingestellte Saitenlage hilft beim Greifen.
Beide Gitarren vergleichen
Nimm, wenn möglich, zwei Gitarren ähnlicher Größe in die Hand und spiele auf beiden dieselben Akkorde. Achte darauf, ob du die Saiten mit den Fingerspitzen sauber herunterdrücken kannst und ob deine Hand den Hals bequem umfasst. Wenn du noch nicht spielen kannst, bitte eine erfahrene Person, dir die Instrumente vorzuspielen.
Wechsle die Saitenart nicht einfach selbst: Eine Konzertgitarre ist für Nylonsaiten gebaut, eine Westerngitarre für Stahlsaiten. Stahlsaiten gehören nicht als einfache Umrüstung auf eine Konzertgitarre.
Gitarren entdecken
Vertiefe deine Auswahl mit der Kaufberatung in diesem Bereich. Sobald passende Partnerangebote vorliegen, erscheinen sie hier direkt im Artikel.
Zum Bereich ↗

