Martin Westerngitarre

Akustikgitarre Martin

Die Martin-Gitarren HD-28 Gesamtanmutung: Ausstattung: Qualität: Preis/Leistung: Nach langer Überlegung und umfangreichen Vergleiche mit anderen Instrumenten habe ich mich für die Martin HD-28 entschlossen. Das sind meine Impressionen von der Guitarre, nachdem ich sie drei Monate lang besessen habe: Verarbeitung: Die Ausführung und das Aussehen sind auf ziemlich gutem Stand. Der Ebenholzsteg hat, wie bei Martin gewohnt, scharfe Kanten.

Mit einer zweiten HD-28 als Referenzgitarre war sie jedoch im Übergang vom Steg nach oben und an einem kleinen Teil der Schallochkante nicht sauber. Die Endstifte werden von Martin bewusst nicht angebracht, sondern in einer kleinen Tasche geliefert, so dass sie beim Nachrüsten eines Aufnehmersystems nicht wieder entfernt werden müssen.

Beim HD-28 ist die kegelförmige Öffnung dafür jedoch zu schmal, was nicht nur daran lag, dass in die Öffnung des HD-28 ein klarer Lack eingelaufen ist und eine kleine Lackperle bildeten. Mit meiner Guitarre ist es daher nötig, das Loch etwas zu verbreitern, z.B. mit einer kleinen runden Feile. Bei der Endabnahme bei Martin wurde dieser Fehler nicht bemerkt.

Laut Martin -Datenblatt für die HD-28 sollte der Tuning-Mechanismus von Gotoh sein. Meine Guitarre ist mit einer Rotomatics 102C von der Firma Grover ausgestatte. Martin benutzt anscheinend das, was gerade auf Lager ist. Vergleicht man sie direkt mit einer Lakewood D-32, die ebenfalls in die Shortlist aufgenommen wurde, wird jedoch klar, dass die Martin HD-28 nicht als perfekt in der Punktverarbeitung bezeichnet werden kann, wie Lakewood.

Der HD-28 ist verhältnismäßig einfach, aber genau deshalb gefällt er mir. Der Schalllochschmuck ist derselbe wie bei den schlichten Martin-Modellen. Auch das Martin-Logo auf dem Spindelstock. Bei anderen Herstellern ist es jedoch eine Selbstverständlichkeit, ein Logo aus Perlmutt in dieser Preislage (und weit darunter) zu haben.

Ich glaube nicht, dass die Farbe des Aufprallschutzes so gut zur Konzertgitarre passt. Sound und Spielbarkeit: Hier kommt der HD-28 voll zur Geltung! Mein HD-28 war noch komplett intakt. Trotzdem ist der HD-28 sehr satt. Ob die "X-Scalloped-Bracing" des HD-28 wirklich zum üblichen "X-Bracing" des D-28 beitragen würde, war ich sehr zweifelhaft. Aber es ist wirklich wahr, der Abstand ist klar ersichtlich.

Der Hals ist optimal eingestellt, die Saitenposition liegt im Mittel- bis Oberbereich der angegebenen Abmessungen und könnte für meinen Gaumen etwas flachere Formen annehmen. Etui: Der im Lieferungsumfang enthaltene Hard Shell Etui hinterläßt bei mir einen ambivalenten Eindruck. 2. Der geprägte, große Martin-Logo auf dem Klappdeckel steht im Kontrast zum sehr dezenten Design der Zither.

Durch die fünf Verschlüsse wird das Gehäuse gut und gleichmässig geschlossen. Das Gehäuse ist überraschend leicht, dennoch schont es die Konzertgitarre außergewöhnlich gut, da das Futter der Form der Konzertgitarre optimal angepaßt ist und der Klappdeckel beim Schliessen flächenbündig an Ober- und Unterseite anliegt. Sie haben einen wirklich guten Job bei der Fa. TKL gemacht, die das Gehäuse für Martin herstellt.

Auch wenn das Gehäuse an dieser Position recht weit ist und hier mehr Raum wäre, gibt es nur einen kleinen, sehr flachen Lüfter, in den höchstens ein Capo und ein Set Reservesaiten hineinpassen. Unglücklicherweise gibt es nirgendwo im ganzen Gehäuse einen Gitarrenriemen. Weshalb sollten Taschen gebaut werden, deren Klappen nur so weit geöffnet werden können, dass sie sich bei der geringsten Berührung von selbst schließen?

So lange die Guitarre in dem Fall ist, kann nichts geschehen. Wenn Sie es aber gerade hinein oder herausnehmen wollen, ohne den Gehäusedeckel zu halten, kann die Aluminiumkante des Gehäusedeckels oder ein vorstehender Führungsstift für den Anschlag unangenehme Spuren auf der schönen Konzertgitarre zurücklassen. Fällt es so schwierig, im Halteband einen cm mehr zu arbeiten, dass sich der Verschluss ein paar Winkel weiter aufklappt und sich nicht von selbst schließen lässt?

Verglichen mit vergleichbaren Instrumenten anderer Anbieter ist die Martin HD-28 vergleichsweise aufwendig. Es ist nicht vollkommen, es ist einfach in der Optik, im Material- und Farbenmix nicht in allen Bereichen konsistent und man betrachtet es nicht als Laien, dass es sich um ein verhältnismäßig teures Gerät handel. Sie macht dann klar, dass es sich um ein ganz spezielles Gerät handele, dann spiele sie sich auf ihrem prächtigen Soundteppich in das Herz des Gitarristen, dann lasse sie den "Mythos Martin", der sich über mehrere Jahrzehnte hinweg herausgebildet hat, wahrnehmbar werden.

Auf jeden Fall habe ich mit der HD-28 meine Wunschgitarre wiedergefunden.

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