Gitane Gitarre

Gitarre Gitane

Bei Lüscher Musik gibt es eine große Auswahl an Akustikgitarren, darunter auch Gitarren. "Django" akustische Jazzgitarre Aber auch die von Selmer damals gebauten Django Gitarren sind sehr beliebt, wenn überhaupt, dann auch sehr aufwendig. In Deutschland haben kleine und mittelgroße Gitarrenwerkstätten schon immer mit qualitativ hochstehenden, aber dennoch recht kostspieligen Repliken auf die steigende Anfrage reagiert. Mittlerweile haben international tätige Unternehmen die Selmer-Maccaferri-Gitarre wieder entdeckt. Seit einigen Jahren werden bei Saga Music aus San Francisco auch preisgünstige Exemplare der legendäre Django Gitarren unter dem Namen Gitane produziert, die den Sound und das Gefühl der antiken Original-Gitarren wiedergeben.

Mit der Gitarre mit dem Markennamen Gitane weiss man aber, dass ein besonders kritischer, besonders fachkundiger, besonders konservativer und besonders anspruchsvoller "Zuschauer" zufrieden sein will. Wir wollen uns in diesem Versuch jedoch weniger auf dieses politische Thema konzentrieren als auf unsere "Auserwählte", die Gitane DG-255, die sich im Mittelpreissegment befindet und im Stil von Selmer-Maccaferri der 1930er Jahre vorgestellt wird.

1930 wurde der italienische Mario Maccaferri (1900-1993) von der Firma Selmer beauftragt, eine neue Art von Jazz-Gitarre mit einem ungewöhnlichen Mittelton und einer raschen Rückkoppelung (Attack) zu entwickeln. Da Maccaferri ein konservativer Gitarrenbauer war, hat die Bauweise seiner Jazz-Gitarre viele Eigenschaften einer Konzert-Gitarre. Seine neue Gitarre wurde zunächst nur in kleinen Stückzahlen produziert, eine davon kam schliesslich in die Hand des Guitarristen Django Reinhardt.

Mit seiner überragenden Spielweise und musikalischen Qualität etablierte er seinen eigenen Stil des Zigeunerjazz, und machte Selmers Maccaferri Gitarre zugleich zur Berühmtheit. 1933 zog Maccaferri in die USA. Danach fuhr er mit der Herstellung fort (ohne Maccaferri), brachte aber einige Änderungen ein (z.B. ovale Schallöffnung, Halsgelenk am 1. Oktober).

Hosenbund, lange Skala, s. u.). Der Gitane DG-255 kann sich "verkaufen" und macht nicht nur auf den ersten Blick einen exzellenten äußeren Auftritt. Der schmale lange Schnurrbart, das ovale Schalloch, die lange Skala, das Halsgelenk am 10. Bündel, eine ungewöhnliche Bündelmarkierung am 10. oder ein Nullbündel am Rücken bieten jedoch die wesentlichen Eigenschaften aus der Post-Maccaferri-Zeit.

Die DG-255 ist mit einer Körperbreite von 39,7 cm am unteren Bug, einer Taillenbreite von 28,7 cm am oberen Bug und einer Körperlänge von 47,0 cm etwas kleiner als z.B. die DG-300 JJ, das Kampfflugzeug unter den Gitaine Gitarren. Der Körper der DG-255 mit Rahmenhöhe führt jedoch je nach Messstelle zwischen 9,00 cm (am Hals) und 10,7 cm (am Trapez) genügend Luftmenge mit sich.

Die Solistin kann den 18. Bünde (auf den Diskantsaiten) mit einem rundgebogenen Maccaferri Cutaway leicht erreichen, bei dem der Rahmen mit dem Nacken einen rechten Winkel einnimmt, um sich in die ursprüngliche Form des Körpers zu integrieren. Bei der DG-255 war die für die hohe Saite übliche Griffbrett-Verlängerung nicht gegeben.

Unser Testkandidat ist eine Jazz-Gitarre mit flachem Oberteil und hebt sich (nicht nur) von unseren nordamerikanischen Kolleginnen und Kollegen aus der Jazz-Abteilung von Gibson, Gilde, Gitarre, Epiphone bzw. Gitarre oder auch von unseren griechischen Jazzkollegen mit gewölbtem Oberteil ab. Zum Schutz dieser fabelhaften Bettdecke sollte man sie mit einem Deckenschutz ausstatten, denn der Rhythmusgitarrist in der Zigeunerband hat wahrscheinlich das Recht auf raffinierte Beatmanöver.

Ein ovales Schalloch mit einem Dekor aus schwarzer Eiche verstärkt die Gitarre zusätzlich. Dies kam jedoch erst zum Tragen, nachdem Maccaferri die Fa. SELMER verließ. In dieser Schalllochform werden heute meist Rhythmus- und Leadgitarren verwendet. Auch die Django Modelle mit großem D-förmigem Schalloch, die in den ersten Jahren von Selbstmer ( "noch zusammen mit Maccaferri") produziert wurden und heute hauptsächlich von Gitarristen eingespielt werden, sind bekannt geworden.

Auch auf Intarsien (Abalone, Permutt) kann bei unseren Gitarren verzichtet werden, da das verwendete Tannenholz ein attraktives Aussehen hat. Dass die DG-255 eine richtige Jazz-Gitarre ist, lässt keinen Zweifel daran, dass Steg (Steg) und Trapez (Saitenhalter) zwei getrennte Geräte sind. Die Gitarren sind mit Zigeunersaiten (10" Satz) überzogen.

Bei der langen Skala werden zwar lange Strings (G-Saite gewickelt) gebraucht, aber die "normalen" Strings auch. Als Alternative können die Schnüre am goldfarbenen Metalltrapezsaitenhalter mit Schlaufenenden und/oder Kugelenden mit einer wunderschönen Rechteckschildpatt Einlage fixiert werden. Es ist mit dem Rahmen geschraubt und schwimmt ungehindert über der Zimmerdecke, um sein Vibrationsverhalten nicht zu beeinträchtigen.

Die Gravur "S" auf dem Heck ist wohl eine Erinnerung an den Fabrikanten Selbstmer. Von dort werden die Streicher über einen geschnitzten, längenkompensierten Holzsteg aus ebenhölzernem Holz geleitet. Durch den Anpressdruck der Fäden wird das bewegte Mittelteil, der tatsächliche Brückenkörper, aufgesetzt. Dagegen sind die beiden Spitzen des Bartes mit der Oberseite verklebt.

Bei den meisten "alten" Jazz-Gitarren gibt es Stege mit getrennt abgelegten Stützpunkten für die Einzelsaiten, um eine verbesserte Betonung über die gesamte Saitenlänge zu erreichen. Die leicht geschwungene Rückseite mit zwei spiegelverkehrten Grundplatten und die beiden symmetrisch angeordneten Seiten sind aus ostindischem Palisanderholzholz. Die Gitane erhielt keinen zentralen Bodenstreifen.

Der Palisandereinband bietet Schutz rund um den Fußboden und die Decken. Nun schauen wir durch das kleine oval geformte Schalloch hinein. Decken und Böden werden mit traditionellem Leiterlöten gesichert. Drei Streifen (soweit das menschliche Auge sehen kann) auf dem Fußboden und an der Zimmerdecke liegen sich entgegen.

Im oberen Bug ist ein Lamellenpaar an der Zimmerdecke und am Fußboden angebracht. Oben und unten ist ein zweites Pärchen an der Hüfte zu sehen, oben und unten das dritte Pärchen zwischen Brücke und Tailpiece. Unten und oben sind mit einfachen schmalen Holzstreifen, die an Viertelstäbe denken lassen, auf die Rahmen geklebt.

Eine leichte Nackenstütze fixiert das Oberteil, den Nacken und die beiden Rippen und reduziert das Gesamtgerät. Ohne Vorverstärker wiegt die Gitane DG-255 also exakt 1964g. So ist das Griffbrett relativ weit, weil am Rücken 4,6 cm vermessen werden (zum Vergleich: Stahlsaite ca. 4,3 cm), aber auch am vierzehnten Bünde ist genügend Raum (5,8 cm) da.

Durch die verlängerte Skala (68,0 cm) wird eine höhere Spannung der Saiten erreicht, was sich auch auf die Obertonübertragung (positiv) auswirkt. Generell sollte das Volumen auch der Grösse der Skala entsprechen. Durch die höhere Spannung kann das Gitarrenspiel aber auch mehr Aufwand sein. Auf jeden Fall hat Maccaferri seine Jazz-Gitarre (1930) auf eine kürzere Skalenlänge "laufen" lassen.

Nach Maccaferris Abreise 1933 stellte er den längeren vor. Kaum ein Spalt zum Sattelgurt, der nur für die Saitenführung ist. Unterstützer des Zero Fret glauben, dass gefingerte und geöffnete Streicher gleich klingend sein sollten und dass der Sound nicht durch die verschiedenen Werkstoffe Metal und Plastik oder Bein beeinflußt werden sollte.

Glatte Punktinlays im 5., 7., 10., 10., 12. und 17. Bundesbund sorgen für eine gute Ausrichtung auf dem Langgriffbrett. Das Halsgelenk der DG-255 sitzt am vierzehnten Bündel, wie bei einer Stahlsaite gewohnt. Bei den ersten Maccaferri Gitarren war das Halsgelenk noch am 12. Bündel (bis ca. 1933) vorhanden. Über dem Halsloch sitzt die dazugehörige Einstellschraube, die über das oval geformte Schalloch zu erreichen ist.

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