Spanische Gitarren

Gitarren aus Spanien

Konzertgitarren, auch spanische Gitarren genannt, überzeugen durch ihren warmen, runden Klang. Wunderschöne spanische Konzertgitarre von VALDEZ mit leicht geschwungener massiver Zederndecke. Es ist unser Ziel, dem Gitarrenliebhaber preiswerte und dennoch solide Ware zu liefern. Der nächste Kammermusikabend im Kulturforum am Dortelweiler Platz ist ganz der spanischen Gitarrenmusik gewidmet. Worum geht es beim spanischen Gitarrensound?

Spanische Klassikgitarre

Die Korpusse einer qualitativ hochstehenden Gitarre bestehen in der Regel aus Palisander für die Seiten und den Rücken sowie aus Fichte oder rotem Zedernholz für die Decken. Die geschützten Rio-Palisander waren besonders für Rücken und Seiten gefragt. Heutzutage werden für den Aufbau von Böden und Seitenteilen unterschiedliche Arten von Mahagoni, Ovangkol, aber auch einheimische Holzarten wie Ahorn oder Kirschbaum eingesetzt.

Aber vor allem bietet es einen möglichst dünnen Schutz für das Material, so dass die Decken weitestgehend ungehindert durchschwingen. Bei kleineren Gitarren und als Schülergitarren werden kleine Ausführungen mit Angabe der Grösse in Fraktionen einer Standard-Gitarre geboten (z.B. 3/4 Gitarre mit Mensuren von 595 bis 614 Millimeter, 1/2 Gitarre mit Mensuren von 530 bis 547 Millimeter, 1/4 Gitarre mit Mensuren von 472 bis 487 Millimeter).

Der Bass der D-, A- und E-Saiten (gelegentlich auch die G-Saite) ist aus Nylonseide und mit Kupfer- oder Silbereinlage umwickelt. Die Höhenseite ist aus solidem Nylondraht. Der Werkstoff hat eine größere Materialdichte als Polyamid, so dass die Streicher schlanker und damit "lebhafter" und reaktiver bei gleichem Ton sind.

Die historischen Gitarren werden manchmal noch mit Darm-Saiten bespannt, die heute aus Schafsdärmen bestehen. In Spanien gibt es seit der Hälfte des neunzehnten Jahrhundert die ersten Konzert Gitarren der heutigen Ausmaße. Zu den bedeutendsten Gitarrenbauern dieser Zeit gehörten Antonio de Torres und Gaetano Guadagnini, ein Angehöriger des berühmten Geigenbaumeisters.

Das Torres-Design wurde in Deutschland hauptsächlich von Hermann Hauser (I) realisiert und vertrieben. Das Biedermeier vor Torres' erster Ära ist ganz anders als die modernen Gitarren. Bemerkenswert ist die Fixierung der Fäden am Brückenkopf. Beim Biedermeier wurden die Fäden mit Nadeln in Löcher gesteckt, die man in den Stein eingebohrt hatte, wie es heute noch bei Westerngitarren der Fall ist.

Beim Anschlagen einer Gitarrenseite werden deren Vibrationen über den Saitenhalter auf drei Arten auf den Resonanzboden geleitet. Zunächst oszilliert die Brücke und damit die Zimmerdecke wie eine Lautsprechermembrane. Zum anderen schwenkt die Brücke wie eine Schwinge um die Mittellinie. Zum Dritten schwenkt der Anleger um seine eigene Längsachse (vergleichbar mit einem Boot, das permanent von Steuerbord nach Steuerbord schwingt).

Die Spitze der Biedermeier-Gitarren wurde nur mit Querstreifen versteift, was sehr vorteilhaft für den Schutz gegen die Saitenspannung, aber für die übertragung der Saitenvibrationen war. Zudem gab die enge Bauform der Biedermeier-Gitarren den Bass-Saiten zu wenig Raum, was die Diskantstimmen akzentuierter machte als die Bass-Saiten.

Wie sieht das spanische Traditionssystem aus? Das ist ein für Spanien charakteristisches Gitarrenbausystem, das für alle hier hergestellten Gitarren gilt. Bei diesem Verfahren verbleibt ein Teil des Gitarrenhalses beim Bau der Guitarre im Körper, wodurch die "spanische Ferse" entsteht.

Weshalb eine Guitarre mit traditionellem Spanisch? Auf diese Weise wird eine verbesserte Bauweise der Konzertgitarre und der Flamencogitarre erreicht als bei denen, die den Nacken wie ein Mobiliar am Korpus anbringen.

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